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Medizin für Alle?! – Geschlechtersensible Medizin – Quo Vadis?

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Teilnehmergebühren
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Im Sinne des biopsychosozialen Modells nach Engels beschreibt die Geschlechtersensible Medizin den Einfluss von Gender (soziokulturelles Geschlecht), Sex (biologisches Geschlecht) und Lebensumfeld (soziale Normen und Rollen) auf Krankheit und Krankheitserleben. Beginnend in der Frauengesundheitsbewegung der 80er Jahre in den USA, als Differenzen in der Herzinfarktsymptomatik zwischen den Geschlechtern deutlich wurden, etablierte sich eine Forschungsrichtung, die sich zunächst vor allem in der Kardiologie manifestierte – 2003 mit der ersten Professur in Deutschland an der Charité. 2024 werden in 8 von 10 Kardiologiebüchern die Symptome von Frauen nach wie vor als „atypisch“ beschrieben.

Mittlerweile haben viele Fachrichtungen erkannt, dass eine geschlechtsspezifische Forschung und Betrachtung notwendig ist. Spätestens seit der COVID-19-Pandemie ist auch der Allgemeinbevölkerung bekannt, dass geschlechterspezifische Unterschiede bei Krankheiten und Prävention bestehen. Im Kontext der geschlechtersensiblen Medizin werden nicht nur medizinisch-fachliche Unterschiede deutlich, sondern auch problematische Differenzen im Umgang mit Patienten und Patientinnen durch nicht reflektierte stereotype Rollenbilder, welche das Medizinstudium leider noch immer reproduziert. Die ursprüngliche Bewegung, die Verbesserung der Gesundheit von Frauen zum Ziel hatte, hat sich zu einer eigenständigen Fachrichtung entwickelt, welche eine verbesserte und barrierefreie medizinische Versorgung für alle Menschen zum Ziel hat.

Aktuell weisen nur 3,7% der medizinischen Fakultäten eine vollständige und longitudinale Integration von Gendermedizin in das gesamte Curriculum auf. Die Vernachlässigung von Gender- und Diversitätsaspekten führt zu einer schlechteren Versorgung von Patientinnen und Patienten. In diesem Kontext ist es unverzichtbar sowohl Lehrende, Praktizierende und die junge Generation umfassend fachübergreifend und fachspezifisch zu schulen.

Diese Veranstaltung ist als Impulsveranstaltung konzipiert und soll auch das Interesse am Thema stärken. 

Die Teilnahme ist kostenfrei, eine Anmeldung ist jedoch erforderlich. 

Veranstaltungsort/e
Dresden
Geplanter Veranstaltungsbeginn
18.09.2024 - 18:00 Uhr
Geplantes Veranstaltungsende
18.09.2024 - 20:30 Uhr
Dauer
3 UE
Terminplan
Von Bis Ort
18.09.2024 - 18:00 Uhr 18.09.2024 - 20:30 Uhr Dresden
Fortbildungspunkte
3 CME-Punkte
Fortbildungskategorie
A – Vortrag und Diskussion
Format
Präsenz
Kategorie
Interdisziplinär
Anbieter
Sächsische Akademie für ärztliche Fort- und Weiterbildung
Zielgruppe
Ärztinnen & Ärzte
Dozentinnen und Dozenten
Anne Röhle
Dr. med. Carina Vorisek
Dr. med. Kerstin Schick
Prof. Dr. med. Sabine Oertelt-Prigione
Wissenschaftliche Leitung
Anne Röhle
Ansprechpartner
Verwaltungsbetriebsw. (VWA) Göran Ziegler
+49 (351) 8267-326
g.ziegler@slaek.de
Beschreibung

Im Sinne des biopsychosozialen Modells nach Engels beschreibt die Geschlechtersensible Medizin den Einfluss von Gender (soziokulturelles Geschlecht), Sex (biologisches Geschlecht) und Lebensumfeld (soziale Normen und Rollen) auf Krankheit und Krankheitserleben. Beginnend in der Frauengesundheitsbewegung der 80er Jahre in den USA, als Differenzen in der Herzinfarktsymptomatik zwischen den Geschlechtern deutlich wurden, etablierte sich eine Forschungsrichtung, die sich zunächst vor allem in der Kardiologie manifestierte – 2003 mit der ersten Professur in Deutschland an der Charité. 2024 werden in 8 von 10 Kardiologiebüchern die Symptome von Frauen nach wie vor als „atypisch“ beschrieben.

Mittlerweile haben viele Fachrichtungen erkannt, dass eine geschlechtsspezifische Forschung und Betrachtung notwendig ist. Spätestens seit der COVID-19-Pandemie ist auch der Allgemeinbevölkerung bekannt, dass geschlechterspezifische Unterschiede bei Krankheiten und Prävention bestehen. Im Kontext der geschlechtersensiblen Medizin werden nicht nur medizinisch-fachliche Unterschiede deutlich, sondern auch problematische Differenzen im Umgang mit Patienten und Patientinnen durch nicht reflektierte stereotype Rollenbilder, welche das Medizinstudium leider noch immer reproduziert. Die ursprüngliche Bewegung, die Verbesserung der Gesundheit von Frauen zum Ziel hatte, hat sich zu einer eigenständigen Fachrichtung entwickelt, welche eine verbesserte und barrierefreie medizinische Versorgung für alle Menschen zum Ziel hat.

Aktuell weisen nur 3,7% der medizinischen Fakultäten eine vollständige und longitudinale Integration von Gendermedizin in das gesamte Curriculum auf. Die Vernachlässigung von Gender- und Diversitätsaspekten führt zu einer schlechteren Versorgung von Patientinnen und Patienten. In diesem Kontext ist es unverzichtbar sowohl Lehrende, Praktizierende und die junge Generation umfassend fachübergreifend und fachspezifisch zu schulen.

Diese Veranstaltung ist als Impulsveranstaltung konzipiert und soll auch das Interesse am Thema stärken. 

Die Teilnahme ist kostenfrei, eine Anmeldung ist jedoch erforderlich. 

 
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