Klinische Obduktion – als letzte und bedeutsame ärztliche Handlung
319,00 €
inkl. 0 % MwSt.
Teilnehmergebühren | |
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Arbeitslos/Elternzeit | EUR 239,00 € |
Mitglied der Akademie | EUR 279,00 € |
Nichtmitglied der Akademie | EUR 319,00 € |
* Im Anmeldeverfahren wird der/die Mitgliedsstatus/Elternzeit/Arbeitslosigkeit geprüft und berücksichtigt.
Inhalt
Die klinische Obduktion ist eine bedeutsame Maßnahme zur Qualitätssicherung in der Medizin. Sie ist die letzte ärztliche Handlung und liefert wichtige Erkenntnisse darüber, ob Todesursache und Vorerkrankungen in einem Zusammenhang stehen. Sie liefert im Vergleich zu bildgebenden Verfahren einen vertieften Einblick in das Krankheitsgeschehen. Sie dient der Qualitätskontrolle und Überprüfung ärztlichen Handelns im Hinblick auf Diagnose, Therapie und Todesursache. Sie liefert zudem wichtige Aspekte für die Epidemiologie, die medizinische Forschung sowie die Begutachtung
Programm
10:00 bis 10:45 Uhr – Formale Voraussetzungen klinischer Obduktionen
- Gesetzliche Grundlagen
- Erforderliche Angaben in Obduktionsanträgen
- Grauzone ungeklärte und natürliche Todesart
- Qualitätssicherungsprotokoll zur Ermittlung und Quantifizierung des Informationszugewinns durch Obduktion
- Vorstellung des nationalen Obduktionsregisters
Prof. Dr. med. Johannes Friemann, Bundesverband Deutscher Pathologen e.V.
10:45 bis 11:15 Uhr – Anforderungen des Gesundheitsamtes im Kontext Klinischer Obduktionen
- Aufgaben des Gesundheitsamtes
- Die 2. Leichenschau – Statistische Auswertung von Ergebnissen (z. B. vor Feuerbestattungen)
- Seuchensektionen
- Meldepflichtige Infektionserkrankungen
Dr. med. Cordula Kloppe, Gesundheitsamt Bochum
11:15 bis 11:30 Uhr – Pause
11:30 bis 12:45 Uhr – Fallbeispiele mit Ergebnisdarstellung klinischer Obduktionen
- Anamnese
- Makroskopische und mikroskopische Obduktionsbefunde
- Korrelation mit Befunden bildgebender Verfahren zu Lebzeiten
- Vergleich klinischer und pathologisch-anatomischer Befunde zum Todesursachengeschehen (Hauptkrankheiten und Todesursachen)
- Epikritische Stellungnahme und Dokumentation des konsentierten Erkenntnisgewinns durch die Obduktion im Qualitätssicherungsprotokoll
- Definition eines Fazits für vergleichbare Fälle
Prof. Dr. med. Johannes Friemann, Bundesverband Deutscher Pathologen e.V.
12:45 bis 13:15 Uhr – Pause
13:15 bis 14:15 Uhr – Von der Obduktion zur Translation
- Grundlagen der postmortalen Bildgebung einschließlich Fallbeispiel
- COVID-19 und danach: Ethik, Praktisches und Herausforderungen
- Neueste Techniken in der Autopsie: Die Rolle nicht-gewebsdestruktiver und höchstauflösender Bildgebung
Univ.-Prof. Dr. med. Danny Jonigk, FRCPath, Institut für Pathologie der Universitätsklinik der RWTH Aachen
Dr. med. Saskia von Stillfried, Institut für Pathologie der Universitätsklinik der RWTH Aachen
14:15 bis 15:00 Uhr – Die ärztliche (äußere) Leichenschau
- Rechtliche Grundlagen
- Sichere Todeszeichen
- Feststellung der Todesursache und Klassifikation der Todesart
- Systematik der Leichenuntersuchung
- Ausfüllen der Todesbescheinigung
- Todesermittlungsverfahren und Methodenspektrum bei der rechtsmedizinischen Obduktion
Dr. med. Aaron Liebsch, Institut für Rechtsmedizin, Universitätsklinikum Münster
Von | Bis | Ort |
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28.11.2025 - 10:00 Uhr | 28.11.2025 - 15:00 Uhr | Münster |
0251 929 2203
hendrik.petermann@aekwl.de